Monate: Juni 2015

Tag 8: The beer is near!

Die Nacht ist, obwohl es der große Schlafsaal nicht hat vermuten lassen, sehr erholsam. Trotz vieler Herren und damit potentieller Orchester-Teilnehmer in der Herberge, konnte ich ohne Ohropax schlafen und bin erst nach 6 Uhr von den tütenraschelnden jungen Franzosen erwacht. Eine einzige Toilette pro Geschlecht ist tatsächlich zu wenig, wir arrangieren uns aber alle […]

Tag 7: Wenn der Körper weiß, es er tun muss

Heute ist der erste Tag seit dem Beginn meines Jakobswegs, dass ich komplett ohne Schmerzen aus dem Bett aufstehe. Klar, die Muskeln sind zu spüren, allerdings wäre es auch verwunderlich, wenn das nicht der Fall wäre. Aber weder die Schulter noch die Hüfte noch sonst irgendetwas tut weh, auch der Kopf nicht, obwohl gestern nicht […]

Tag 6: Gemeinsam ist man weniger alleine

Den Abend in Markina-Xemein haben wir auf wunderbare Weise in einem Restaurant ausklingen lassen. Die Runde um Niamh, Miriam, Irene und mich war einfach perfekt – das Pilgermenü hat meinen nicht allzu hohen Erwartungen entsprochen, allerdings waren wir alle pappsatt und der dazu gereichte Wein war ganz wunderbar. In der halbwegs großen Stadt gibt es […]

Tag 5: Manchmal ist die lange Route die bessere Entscheidung

Mit Erschrecken musste ich gestern Abend feststellen, dass ich meine Ohropax wohl in San Sebastian vergessen habe und ich mit Guido mindestens einen heftigen Schnarcher im Raum hatte. Die gute Irene, mein finnischer Engel hat mir aber ausgeholfen, sodass ich einer entspannenden Nacht entgehen sehen konnte. So nett der italienische Mitpilger vielleicht ist, ich habe […]

Tag 4: Der Schmerz ist auch ein Begleiter

Die in der Überschrift genannte Tatsache habe ich auf meinem Camino 2010 in der österreichischen Herberge in Los Arcos gelesen und auf den heutigen Tag passt sie einfach ziemlich gut. Mit meiner finnischen Zimmernachbarin habe ich mehr oder weniger beschlossen, dass wir beide keinen Wecker stellen, sondern einfach mal sehen, wann wir aufwachen. Zu erwarten […]

Tag 3: Eigentlich zu viel und trotzdem gut

Der Camino ist definitiv eine Lektion zum Thema „Höre auf Deinen Körper“! Wenn man meint, es gehen sicherlich noch 5km bis zur nächsten Albergue, sollte man mal in sich gehen und mit sich selbst ausgiebig ausdiskutieren, ob das auch wirklich der Fall ist. So heute erlebt! Aber mal von Beginn an: Nachdem ich mich gestern […]

Tag 2: Boom-Boom-Pilger und atemberaubende Ausblicke

Die gestrige Busfahrt nach Irún habe ich nahezu im Delirium verbracht. Die Wartezeit von etwas über 4 Stunden war zermürbend – als es dann endlich losging, hatte ich zum Glück einen Doppelsitz für mich alleine, sodass ich mich eigentlich der aufkeimenden Müdigkeit hätte hingeben können. Doch: Zu früh gefreut. Der Herr hinter mir hatte offensichtlich […]

Tag 1: Der Camino beginnt

Nach einer für den aktuellen Gefühlsstatus erschreckend erholsamen und durchschlafenen Nacht erwacht das Pilger-Herzchen vor Freude hüpfend, so dass fast kein Espresso nötig ist, um den Körper auf den Tag vorzubereiten. Irgendwie habe ich gerade die Befürchtung, dass ich ganz schön viele Erinnerungen an Schmerzen und Camino-Wehwehchen vergessen habe – es ist ausschließlich die Vorfreude […]

Jakobsweg Freunde

Der Camino und seine Begegnungen

„Wanderst Du, brauche nicht nur deine Füße, sondern auch Augen, Kopf und Herz.” Deutsches Sprichwort Mein erster Camino war eine Erfahrung sondergleichen und das in jeglicher Hinsicht. Physisch bin ich sicherlich nicht an absolute Grenzen gestoßen wie manch anderer Individual-Tourist, Weltenbummler oder Trekking-Fan, doch war diese Reise auf jeden Fall eine körperliche Erfahrung, wie ich […]