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26.-30. Tag Bus fahrend und laufend, Triacastela – Palas de Rei

Am Tag drauf gings dann früh morgens zum Busbahnhof, mein Bus fuhr um 8 Uhr, mit dem Taxi dorthin und dann stehe ich… vor verschlossenen Schaltern. Nein, heute ist Feiertag, der Bus fährt erst um 11 Uhr nach Lugo. Kack. 3 Stunden im öden Busbahnhof warten, dafür wieder ein bekanntes Gesicht gesehen, mit ihr gefühstückt und eine fürchterlich traurige Geschichte gehört. Was der Camino nur mit Freundschaften machen kann….

Und am Bahnsteig hab ich tatsächlich nochmal Catherine gesehen, die sich auf nach Porto gemacht hat. Toll, dass ich mich noch einmal von ihr verabschieden konnte.

Mit dem Bus bin ich dann durch viele der Orte gefahren, durch die ich die Tage zuvor zu Fuß getapert bin, von Santiago de Compostela nach Lugo, von Lugo nach Sarria und dann von Sarria nach Triacastela mit dem Taxi. Das Hallo war groß, das Wiedersehen toll, die Herberge war voll mit Gesichtern, die ich vor 3 Wochen das letzte Mal gesehen hatte. So viele bekannte Menschen, der Wahnsinn.

Nur soviel zu den folgenden Tagen: Kathryn, Laurent, André, Alessio und ich sind zusammen gelaufen, hatten tolle Partys und wunderbare Stunden, viele spannende Kilometer, die hauptsächlich durch Freude, leider auch durch Beinschmerzen bei mir geprägt waren. Es war toll, dass ich Herbergen und Restaurants empfehlen konnte, es war schön wieder auf dem Camino zu sein. Wieder gelbe Pfeile zu sehen. Weg zu sein von Santiago de Compostela.

Der Abschied in Palas de Rei war traurig, wirklich traurig. Es war ein Abschied von vier tollen Menschen, vier Freunden und der Abschied vom Camino. Die letzten gelaufenen Kilometer hatte ich übelst Tränen in den Augen.

Die Warterei am Flughafen war zermürbend. Nach vier Wochen Bewegung reibt dieser Stillstand nur auf. Und ich wollte nicht weg! Das Umsteigen auf Mallorca war der absolute Horror, da ich so komprimiert wieder auf deutsche Verhaltensweisen gestoßen wurde, auch wieder etwas, worauf ich nicht vorbereitet war.

In Düsseldorf angekommen, spricht mich am Gepäckband direkt eine junge Frau an und fragt mich, ob ich gerade vom Camino wieder komme. Sie sei vor einem Monat heimgekehrt, so konnten wir uns noch ein wenig austauschen. Komisch, so am Gepäckband des Düsseldorfer Flughafens als Pilgerin erkannt zu werden. Und dann…. Rucksack da, Wanderstock nicht. Und er ist es bis heute nicht. Ich hoffe so sehr, dass AirBerlin ihn noch findet.

So…. das war mein Camino. Ich hoffe, ihr hattet Spaß, beehrt mich bald mal wieder.

Einen ultimativen Abschluss-Eintrag mit Gedanken zum Weg und so wird es auch noch geben, dafür muss ich aber ein bißchen mehr ankommen. Und das ist ganz schön schwer.

Danke fürs Lesen!

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