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Estella

Jakobsweg2011: Estella

Wie fr├╝her zu Schulzeiten: noch etwas liegen bleiben. Und noch 10 Minuten. Keiner r├╝hrt sich, da kann ich ja auch noch liegen bleiben. Ziemlich genau so lief es heute morgen ab, bis wir uns dann doch endlich aus den Betten gesch├Ąlt haben. Doch schlussendlich sa├čen wir dann in der Bar und haben unser typisch spanisches Fr├╝hst├╝ck zu uns genommen: knochenhart getoastetes Brot mit deutscher Butter, Marmelade, Kaffee und Saft. Der Lauftag begann gut, sind wir doch sp├Ąt gestartet, doch haben sich alle Glieder und Muskeln gut angef├╝hlt. Die ersten Steigungen haben wir gemeistert, ein armes, leidendes Schaf und Pferd mit Bitter-Schoki gef├╝ttert, einen Kaffee mit fiesen Umwegen zu uns genommen und schlimme letzte und sich unendlich hinziehende 3 Kilometer ertragen. Es war ein schlimmer Tag f├╝r uns alle vier, haben sich neben schlimmer M├╝digkeit doch Schmerzen im Knie- und Fu├čbereich bei uns allen eingestellt. Schon komisch, wie eine Gruppe auf einmal unter den gleichen Schmerzen leidet.

 

Ich liege nun unter dem Schlafsack, um unter Atemnot noch heimlich bloggen und den R├╝ckstand aufholen zu k├Ânnen. Wir hatten ein angenehmes Abendessen mit fantastischem Wein, sind in der sympathischen kirchlichen Pilgerherberge von Estella untergekommen. Morgen gehts auf den Berg zu den ├ľsterreichern und Schwarzbrot in Los Arcos. Wie glauben fest daran, dass der morgige Tag besser geht, als der heutige. K├╝sse und Gr├╝├če an geliebte Menschen!

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1 Kommentare

  1. Liebe Denise,

    jetzt hatte ich gerade einen sch├Ânen Kommentar verfasst und irgendwas am Ende wohl mit meiner Mailadresse falsch gemacht… Also noch einmal. Falls es doppelt erscheinen soll, bitte l├Âschen.

    Ich verfolge mit Spannung Deine Blogeintr├Ąge und hoffe sehr, es geht Deinen F├╝├čen bald besser. Ich kann mir gar nicht vorstellen, mit schmerzenden F├╝├čen solche Gewaltm├Ąrsche zu machen. Nicht einmal ohne Schmerzen. Also, Hut ab.

    Ich musste die Tage sehr Dich denken, als im TV der Film „Die Dienstagsfrauen“ lief, wo es auch ein wenig ums Pilgern ging. Zwar zeigte der Film sicherlich nicht das richtige Pilgerleben, aber ich fand es schon knuffig, als eine der Damen einen „Off-Road-Trolley“ statt eines Rucksackes nutzte. Nat├╝rlich gab das Ding seinen Geist schon nach kurzer Zeit auf. Es war zu unterhaltsam.

    Hoffentlich machst Du weiterhin sch├Âne Erfahrungen und kannst Deinen Weg genie├čen.

    Ganz herzliche Gr├╝├če,
    Elo