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Eine Dessert-Schönheit: Süße Filokörbchen

Süße Filokörbchen

Der Geburtstag des Burgherrn verlangte nach einer außerordentlichen Speisenauswahl und einem feudalen Mahl. Über das Zwirbelbrot als Beilage habe ich ja schon berichtet, um das Mahl ideal einzurahmen, folgen heute die süßen Filokörbchen.

Schon so oft habe ich Rezepte mit Filoteig durchforstet und viele Leckereien auf Pinterest bestaunt, da kam mir der Zufall genau recht, dass mir im Supermarkt der Filo- oder auch Yufkateig in die Hände fiel. Plan- und rezeptlos mussten die Packungen mit, Gedanken um die Zubereitung und Verwendung konnte ich mir ja auch später machen.

Letztendlich sind es Körbchen mit Edelbitter-Ganache bzw. Lemon Curd und Marshmallow-Häubchen geworden.

Das Lemon Curd habe ich selbst gemacht, da es weitaus einfacher zuzubereiten ist als gedacht, außerdem aber in der Homemade-Variante lediglich vier Zutaten benötigt und nicht, wie das im Supermarkt käuflich zu erwerbende zig Konservierungsstoffe und gefühlte 30 Inhaltsstoffe. Das Rezept hierfür folgt in Bälde.

Zutaten:

2 Packungen Filoteig

Für die Ganache
350ml Sahne
400g Edelbitter-Schokolade

Für die Meringue:
4 Eiweiß
Prise Salz
250g Puderzucker

Die Teigblätter habe ich zu allererst in 16 Quadrate geschnitten und je zwei oder drei solcher Quadrate sternförmig überlappend in die Mini-Muffinform gedrückt. Hierbei solltet ihr vorsichtig vorgehen, da der Teig sehr schnell einreißt. Also lieber nur falten, statt drücken. Der Teig trocknet sehr schnell aus, da er wirklich dünn ist. Aus diesem Grund sollte der Teig, der nicht direkt weiter verarbeitet wird, besser abgedeckt gelagert werden. Ich habe zum Beispiel nur ein Mini-Muffinblech und kann daher nur 24 Körbchen auf einmal machen – der restliche Teig muss warten.

Für die Ganache die Sahne aufkochen, vom Herd nehmen und die gehackte Schokolade hinzugeben. Diese anschmelzen lassen und dann mit einem Schneebesen zu einer gleichmäßigen Masse verrühren. Abkühlen lassen und auf Wunsch auch noch einmal aufschlagen. Ich habe die Masse nicht ganz auskühlen lassen, da sie zähflüssig am besten in die Körbchen zu füllen war.

Bei meinen ersten beiden Versuchen habe ich die Körbchen bei 170 Grad für 5 Minuten in den Backofen gebeten, sodass die Teig-Körbchen in Ihrer Form vortrocknen. Im Anschluss habe ich die Ganache eingefüllt und anschließend die Meringue-Masse mit meinem Decomax von Lékué und einer Loch- bzw. Sterntülle aufgespritzt und mit einem Flambierbrenner angebräunt. Leider ist es nicht leicht, mit der großen Flamme die Ecken der Körbchen nicht auch mit zu erwischen, daher sind die ein wenig angekokelt, was aber nicht sehr schlimm ist.

Beim dritten Versuch habe ich die Körbchen nicht vorgebacken, sondern direkt gefüllt (diesmal mit Schoko-Pudding statt Ganache) und so bei 150 Grad in den Umfluftofen gegeben, sodass der Teig aushärtet und die Meringue-Masse schön gleichmäßig anbräunt und dazu noch hübsch aufgeht wie ein Marshmallow am Lagerfeuer.

Im Grunde sind die Filo-Körbchen nichts anderes als eine tolle S’mores-Variante (normalerweise Cracker, Schoki und gegrillte Marshmallows als Sandwich) und lassen durch den zuckersüßen Marshmallow-Schaum, tolle Lagerfeuer-Erinnerungen aufkommen.

Eine zuckersüße Süßigkeit, und ein echter Hingucker!

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