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Quarkbrot und eine Ahnung von Amsterdam

Quarkbrot

Kennt ihr das? Der Feierabend rückt näher und nach 8 oder mehr Stunden vor dem Computer freut man sich auf die paar wenigen Stunden Freizeit, die einem noch bleiben bis das Sandmännchen kommt. Und man nimmt sich viele tolle Sachen vor. Die letzten Sonnenstrahlen ausnutzen und eine Runde laufen gehen, mal wieder ein Buch in die Hand nehmen oder gar so unsägliche Dinge wie Bügeln oder Aufräumen – die Realität sieht dann allerdings oft so aus, dass man doch einfach nur auf dem Sofa landet, sich den Krimi des Tages reinzieht und mit dem iPad in der Hand irgendwann die Äuglein zufallen. Mal eben Facebook checken, bei Instagram noch ein paar Likes absetzen und hübsche Bilder kommentieren, schauen ob es neue Tweets zum Thema #Tatort oder #WasAuchImmer gibt und dann noch einmal schauen, ob sich doch noch was Neues auf Facebook getan hat und ob irgendjemand sein aktuelles Abendessen in Bildform veröffentlicht hat (höhö). Aber gerade für Jemanden, der seinen beruflichen Alltag in den Weiten des Internets verbringt ist es schwer, mit dem Feierabend einen Cut zu machen. Ich bin es gewöhnt, mich ununterbrochen auf dem Laufenden halten zu müssen, meine Must-Read Blogs und Foren regelmäßig zu besuchen und Newsfeed zu bestimmten Themen und Schlagworten mehrmals täglich aufzurufen. Nach dem Feierabend wechseln dann halt einfach die Themen, die Anzahl an Klicks und Touchs bleibt gleich.

Und das ist eigentlich mehr als nur doof, wenn die wenige private Zeit, die man unter der Woche so hat, durch Rumgammeln und teilweise sinnfreies Surfen im Web vertrödelt wird. Eigentlich müssen wir diese kostbaren Stunden doch viel besser nutzen. Wichtiges tun. Uns Gutes tun. Aber eigentlich müssen wir sonst auch schon ganz schön viel. Wir müssen müssen. Und das strengt an. Spätestens, wenn man da mal drüber nachdenkt. Also habe ich mich gestern spontan dazu entschieden, nach dem Feierabend nicht der bleiernen Müdigkeit nachzugeben, die mich seit dem Aufstehen begleitet hat, sondern etwas Schönes zu tun. Zwar kam das Tun weder mit Laufen noch mit Bügeln in Berührung, dafür aber mit Backen und in gewisser Weise auch mit Aufräumen. Vielleicht ist dem einen oder anderen aufgefallen, dass sich dieser Text hier in einem neuen Design befindet und hier auf der Seite irgendwie was anders ist. Richtig. Neues Design, neue Funktionen, mehr Überblick und irgendwie auch ein bisschen Magazin-Stil. Ich finde das neue Layout toll und hoffe, es gefällt auch euch!

Neben dem neuen Outfit für dieses kleine Fleckchen Internet wollte ich aber backen. Backen für die Arbeitskollegen. Was Bodenständiges. Ich wollte Teig kneten und sehen, wie im Ofen was aufgeht. Und dabei das kleine Bäcker-Herzchen vor Freude hüpft. Ich wollte Brot backen. Nichts erdet auf die Schnelle mehr als Backen. Finde ich. #Backenmachtglücklich ist schließlich mehr als einfach nur ein Hashtag für mich. Was ein Glück, dass da seit zwei Wochen das wundervolle Quarkbrot-Rezept aus dem 180°Salon in meinem Posteingang schlummert, das probiert werden wollte. Und was soll ich sagen? Granate!!! In einer Stunde Zubereitung und Backzeit steht dieses zauberhübsche Brot auf dem Tisch und bietet so unfassbar viele Variationsmöglichkeiten – ich habe mal ganz schlicht angefangen und möchte euch das nicht vorenthalten.

Zutaten:
500g Quark
500g Mehl
2 Päckchen Backpulver
2 Eier
50g Zucker
Prise Salz

Alle Zutaten vermengen und zu einem geschmeidigen Teig in der Küchenmaschine kneten – falls er zu klebrig ist, lieber noch ein bisschen mehr Mehl dazu geben. Den Teig dann entweder in eine gefettete Form geben oder einfach zu einem Laib formen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben. Bemehlt die Oberfläche noch ein bisschen und ritzt sie dann nach Lust und Laune ein. Im auf 180°C vorgeheizten Backofen bei Ober-Unterhitze für ca. 45 Minuten knusprig goldbraun backen.

Ich sag euch eins: Mit weniger Zutaten und unkomplizierter ist Brot backen auch schwer möglich. Selbstverständlich bietet dieses Quarkbrot super viele Möglichkeiten: wenn man den Zucker weglässt und dafür getrocknete Tomaten und Oliven begibt wird das bestimmt auch ein wundervolles Brot für laue Sommerabende im Garten mit brutzelndem Grill! Aber bis dahin haben wir ja noch nen usseligen Winter vor uns.

Die letzten Sommer-Sonnenstrahlen haben ich mit liebenswertem Anhang bei einem spontanen Tagesausflug ins wunderschöne Amsterdam genossen. Da wir hier einen ebenso liebenswerten Anlaufpunkt in menschlicher Gestalt haben, mussten wir auch nicht wie der Durchschnitts-Touri durch die Stadt tapsen, sondern haben von Insiderhand geführt tolle Ecken der Stadt kennenlernen dürfen. Unsere Reiseleiterin hat sich dabei wohl an unseren Berlin-Vorlieben orientiert und konnte uns damit großartige Kaffeebuden und Märkte präsentieren. Das war ein großer Spaß und ich wundere mich schon ein wenig, weshalb es über 20 Jahre gedauert hat, dass ich Amsterdam einen Besuch abgestattet habe. Der Weg ist aus dem Pott wahrlich nicht weit, zumal auch die Zuganbindung für eine bequeme und kostengünstige Reise über ein baldiges Wiederkommen nachdenken lässt. Irgendwie hatte ich nicht geahnt, wie schön diese Stadt ist.

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