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Santo Domingo de la Calzada

Jakobsweg 2011: Santo Domingo de la Calzada

5:30 Uhr schellte der Wecker, Chris, Andre und ich waren viertel nach 6 aus dem Haus, Manu schon eher, obwohl für heute nur 23 Grad angesagt waren. Vor der Hitze flüchten musste er also nicht wirlich, doch will er sich, glaube ich, mal so richtig austesten, was Kraft und Geschwindigkeit angeht.

Der erste Anstieg, direkt nach Najera war schnell gemeistert und zeigte sich landschaftlich zumindest am Anfang als vollkommener Gegensatz zu den vergangenen Tagen. Steinformationen, wie sie eher an die USA erinnern wechselten jedoch schnell wieder zu Weinstöcken und Kornfeldern, durchzogen von Massen an Mohnblumen. Deren Rot und die Kornblumen stellten ein fantastisches Bild dar.

Unsere geplanten Pausen waren wieder strategisch gelegt, nach 6km stand das Frühstück an, nach weiteren 9km ein isotonisches Getränk und dann folgten nur noch 7 bis zu unserem Ziel: Santo Domingo de la Calzado und das ‚Pilger-Hotel‘!

Über Probleme konnten wir heute alle nicht klagen, wir kamen mit 4,5 bis 5km/h voran, keine großartigen Schmerzen waren zu verzeichnen, nur ein wenig Erschöpfung. Manu ist schon um 10 Uhr am Ziel angekommen, die Herberge öffnete allerdings erst um 12 Uhr, und genau da kamen wir auch an. Eine kleine Tapas-Schlacht und ein isotonisches Getränk später liegen die Jungs grade im Bett und erholen sich, während ich soeben die letzten drei Tage gebloggt habe.

Ich zeige André gleich noch die Kirche mit der Henne und dem Hahn, wir hoffen mal, das letzterer kräht (same procedure as last year), liege aber gerade noch im Aufenthatsraum auf dem gleichen Sofa wie vor sieben Monaten.

Es ist sehr angenehm, vor allem für Manu, dass die Temperaturen heute mal etwas niedriger waren, ähnliche sind für die kommenden beiden Tage zu erwarten und am Samstag, also an unserem letzten Lauftag nach Burgos, soll es noch einmal richtig anziehen und über die 30 Grad-Marke springen.

Es ist noch immer ein tolles Erlebnis, diesen Weg mit vier geliebten Menschen zu gehen und ihn für mich wieder zu erleben, schlechte Erinnerungen zu überschreiben und einfach wieder ‚on the road‘ zu sein.

Liebste Grüße an alle geliebten Menschen und bis morgen in Belorado!

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1 Kommentare

  1. Chrissie sagt

    🙂
    Schön zu lesen dass es Euch gut geht, aber kommt bloß bald wieder, ich vermiss Euch!!!
    :-*