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Belorado

Jakobsweg 2011: Belorado

Am vergangenen Abend hatten wir ein au├čergew├Âhnlich tolles Pilgermen├╝ (Scampi, Iberico-Medaillons, Eistarte und toller Rotwein) und ich einen tiefgehenden emotionalen Moment: Im vergangenen Jahr habe ich mich in dieser Herberge sehr einsam gef├╝hlt, war es doch mein zweiter Tag ‚alleine‘, und waren noch nicht viele andere Pilger auf mich zugekommen, da sie noch nicht von meinem neuerlichen Alleingang wu├čten und dank meines vormaligen Begleiters weiterhin etwas Abstand hielten. Dieses Jahr bin ich hier mit drei ├Ąu├čerst geliebten Menschen und bin unsagbar gl├╝cklich und dankbar f├╝r diese Erfahrung!

Im Schlafsaal wurde leider nicht sonderlich viel R├╝cksicht auf schlafwillige Pilger genommen, sodass das Gegruschel am Abend und auch in dunkelster Nacht gro├č war.
Dank im Schlaf verlorener Oropax durfte ich schon kurz vor 5 Uhr aufwachen, habe mich dann mit einem wieder gefundenen St├Âpsel f├╝r eine weitere Stunde abgem├╝ht. Um 6 Uhr ging dann auch unser Wecker, nach einer stressfreien Pack-Session waren wir wieder viertel vor 7 on the road.

Nachdem gestern weder f├╝r Manu noch f├╝r Andre und mich der Hahn in der Kirche gekr├Ąht hatte (same procedure as last year), hat der Ersatz-Hahn im Albergue-Hof es doch mehrfach am Morgen getan (same procedure as last year) und uns damit einen sch├Ânen und gl├╝cklichen Restweg gew├╝nscht.

Der Weg aus Santo Domingo de la Calzada war schnell gefunden, entlang der Stra├če ging der Camino f├╝r etwas mehr als eine Stunde, in der wir etwa sieben Kilomter geschafft haben. Ein toller Schnitt in jedem Fall, was wohl am ehesten am Hunger lag, da im Anschluss an diese Teilstrecke unser Fr├╝hst├╝ck wartete. Nach einem au├čerordentlich guten Kaffee und Bocadillo (hier hab ich mich im letzten Jahr das erste Mal mit Andre unterhalten und er hatte mich verarscht *tzzz*) zog sich der Weg durch diverse s├╝├če D├Ârfchen bis wir 5km vor dem Tagesziel nochmal f├╝r ein isotonisches Getr├Ąnk eingekehrt sind. Auch die lange, z├Ąhe und langweilige Reststrecke entlang der Nationalstra├če N120 (altbekannt) haben wir durchgestanden und befinden uns nun im einem tollen Sechsbett-Zimmer in Belorado. Andre hat sich eine Ayuverda-Massage angedeihen lassen, ich werde Viertel vor 6 das Vergn├╝gen haben. Manu, Chris und ich haben die Stadt mal nach etwas Isotonischem durchsucht sowie den Herbergen eigenen Pool erkundigt und ein Bad dank der darin befindlichen Fliegen und co. abgelehnt.

Nach meiner Massage gehts um 7 Uhr zum Essen und ein wenig die Restw├Ąrme der Sonne genie├čen, die herauskam, als auch wir hier ankamen.

Chris‘ Blasen geht es eindeutig besser, auch wenn sich eine neue heute angek├╝ndigt hat.

Manu hatte gestern mit einer Blase zu k├Ąmpfen, die er aber durch mein Anraten von dem hauseigenen ‚Fu├čdoktor‘ in St. Domingo de la Calzada hat verarzten lassen. Nun hat sie sich quasi in Luft aufgel├Âst.

Auch meine kleine Blase habe ich bei genanntem Spezialisten verarzten lassen, der wirklich ganz sch├Ân professionell zu Werke ging. Dummerweise habe ich mir durch sein Tape heute eine weitere gelaufen, die aber jetzt auch schon wieder gut geheilt ist ist, da ich sie schnell behandeln konnte.

Wir haben heute die Rioja verlassen (was nicht hei├čt, dass es den Wein nicht mehr gibt oder er nicht mehr schmeckt) und befinden uns nun in Kastilien.

Liebste Gr├╝├če von hier an alle geliebten Menschen!

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