Jakobsweg 2015

 

In diesem Jahr sind es fünf Jahre, seit ich meine ersten Schritte auf den Camino de Santiago gemacht habe und von einem Virus infiziert wurde, das in dieser Form nur nachvollziehen kann, wer selbst den Camino schon gegangen, alle Erfahrungen gemacht und Gefühle durchlebt hat, die hier so einzigartig sind.

Meinem ersten Camino 2010 von Roncesvalles nach Santiago de Compostela folgte im direkten Jahr darauf mein zweiter Camino (-Teil) mit Manu, Chris und André von Saint-Jean-Pied-de-Port bis Burgos, der unterschiedlicher nicht sein konnte zum Jahr davor aber dennoch eine wunderbare Erfahrung war. Den Camino mit drei Herzensmenschen gehen zu dürfen war etwas ganz Besonderes und ich bin heute noch dankbar dafür – so habe ich seitdem in meinem direkten Umfeld Menschen, die zumindest ansatzweise verstehen können, was mich mit dem Camino verbindet, was mich beim Gedanken daran bewegt und was mich so verändert und berührt hat.

Und wieder dauerte es nicht einmal ein ganzes Jahr, bis ich wieder den Weg unter meinen Füßen spüren durfte: Mein dritter Camino (-Teil), diesmal in Begleitung von Chris von Burgos nach León. Abermals anders als im Jahr zuvor waren diese Kilometer gemeinsam mit jemanden, mit dem ich ganz sicher immer wieder auf dem Weg und anderen Situationen des Lebens klar kommen werde, da wir gelernt haben, nebeneinander zu laufen, ohne uns gegenseitig zu stressen, zu hetzen oder zu bedrängen. Ein Miteinander und ein Nebeneinander – besser lässt sich der Camino für Außenstehende wohl nicht erklären.




Nun sind es ziemlich genau drei Jahre seit dem letzten Aufbruch her, wenn es mich wieder an nach Nord-Spanien zieht. Diesmal allerdings nicht auf den klassischen Camino Francés, sondern auf den Camino de la Costa, auf den Küstenweg, den ursprünglichsten aller Caminos. Auch werde ich diesmal wieder alleine unterwegs sein. Eine Entscheidung, die ich bewusst so getroffen habe, auch wenn manch einer im persönlichen Dunstkreis den Kopf darüber schüttelt. Ich merke, dass ich das brauche. Wieder allein mit mir sein. Mich fordern. Keine Ablenkung spüren. Kopf und Herz frei bekommen. Und wieder ein bißchen mehr fokussieren.

Der Plan ist, nach Santander zu fliegen, mit Bus und Bahn über San Sebastian und Bilbao nach Irun zu kommen, um von dort wieder mindestens bis Santander zu laufen. Vielleicht wird es weiter, vielleicht auch nicht. Das wird sich dann zeigen.

Rund 400km in 2 Wochen im Juni 2015. Seid dabei und begleitet mich!

Vorbereitendes:

Camino de la Costa:

Zwischendrin:

Camino a Fisterra & Muxía:

Danach:

 

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10 Kommentare

  1. Christine Klaiber sagt

    Hallo Denise, ich möchte deinen Weg gerne auf diesem Bolg begleiten. Auch ich bin vom Camino-Virus infiziert. Bin 2012 den CF von SJPDP gepilgert, 2014 die Via Jutlandica von Flensburg nach Lübeck. Und 2015 bin ich ab Mitte Juni von Porto nach Finesterra unterwegs. Auch wieder alleine und ich freue mich riesig darauf. Ich wünsche dir einen wunderbaren Weg und viele schöne Begegnungen. Buen Camino! Christine

    • Denise sagt

      Liebe Christine,
      herzlichen Dank für Deinen lieben Kommentar. Deine Pilger-Historie liest sich super-spannend, auch ich wünsche Dir einen wundervollen Weg im Juni!
      Buen camino!

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    • Denise sagt

      Only 9 more sleeps until the camino starts. 😀
      My backpack is ready, all clothes are washed and my feet can’t wait to start walking.

      How are you?

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